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Di 24.07.
Mein Großvater Salvador Allende
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Von Marcia Tambuti Allende, Chile / Mexiko 2015, 98 Min, Filmbeginn 19:30 Uhr
Filmreihe: „Geschichtsstunde”
Sprache: Spanisch mit UT
Kurzfilm: Kuap, Nils Hedinger, 7`38 min

Als Salvador Allende im Jahr 1970 in Chile zur Wahl antritt, verspricht er, das Land in den Sozialismus zu führen. Noch im selben Jahr wird ein Mordanschlag auf ihn verübt. Trotzdem gelingt es Allende, die Regierung anzutreten. Seine Amtszeit währt jedoch nicht lange. Im Jahr 1973 wird Allende durch einen Putsch des späteren Diktators Augusto Pinochet, der maßgeblich von den USA unterstützt wurde, entmachtet und noch am selben Tag in den Selbstmord gedrängt. Pinochet baute daraufhin eine Militärdiktatur auf, die für massive Menschenrechtsverletzungen verantwortlich war.

Die Enkelin des von der Militärjunta gestürzten chilenischen Präsidenten Salvador Allende spürt 45 Jahre nach dem Putsch den Spuren ihres Großvaters nach. Dabei stößt sie auf die ihr vertrauten Tabus und Schweigezonen innerhalb ihrer Familie. Obwohl sie den Wunsch ihrer Verwandten respektiert, nicht über die Vergangenheit zu sprechen, recherchiert sie behutsam weiter und fördert ein vielschichtiges, differenziertes Bild des Politikers zutage. Den holzschnittartigen Diskursen stellt sie eine privatere, emotionalere Sicht der Historie entgegen, wodurch sich die dokumentarische Recherche zu einem fesselnden Familienfilm über Tabus, Schmerz und Schweigen weitet. (O.m.d.U.)